
Die Natur liefert uns mit dem Rohstoff Stärke ein Potential, auf dessen Grundlage Produkte mit verschiedenen Funktionalitäten entwickelt werden können. Neben physikalischer, säurehydrolytischer und enzymatischer Behandlung der Stärke gewinnt die chemische Derivatisierung zunehmend an Bedeutung. Kationische, anionische und hydrophobe Substituenten bedingen ein breites Spektrum unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften.
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Ihr Ansprechpartner Dr. Waltraud Vorwerg Telefon +49 331 568-1609 Fax +49 331 568-3163 E-Mail waltraud.vorwerg@iap.fraunhofer.de |
Sowohl im technischen Bereich als auch in der Lebensmittelherstellung wird Stärke hauptsächlich
als Viskositätsregulator, Suspensionsmittel, Emulgator, Gelbildner, Bindemittel und Filmbildner
bzw. als Komponente in Materialien verwendet.
Wenn ein Produktziel definiert ist, sind eine Reihe stärkespezifischer Aspekte für die Auswahl
der Art der Funktionalisierung und der Verfahrenstechnologie zu berücksichtigen. Neben der
Stärkeart und dem Amylose/Amylopektin-Verhältnis übt die molekulare Zusammensetzung, die
Verteilung der Molmasse sowie die Verteilung der Substituenten einen Einfluss auf die
Eigenschaften aus.
Zur Ermittlung von Zusammenhängen zwischen der Struktur und der Eignung für spezielle
Applikationen werden neben
molekularer Charakterisierung
auch Untersuchungen zur Löslichkeit, Dispergierbarkeit, Filmbildung, Extrudierbarkeit, zum
rheologischen Verhalten, zum Einsatz in Trennprozessen als auch zur Wechselwirkung mit anderen
Polymeren und niedermolekularen Substanzen durchgeführt.
Die Stärke bietet nicht nur Möglichkeiten zur Optimierung für spezielle physiko-chemische
Eigenschaften. Sie ist auch verträglich mit Hydrokolloiden und anderen wasserlöslichen Polymeren,
kann daher eine effektive Komponente in multifunktionalen Systemen darstellen.

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