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Ihr Ansprechpartner Prof. Dr. André Laschewsky Telefon +49 331 568-1327 Fax +49 331 568-3110 E-Mail andre.laschewsky@iap.fraunhofer.de |
Aus dem Wechselspiel zwischen dem gezielten Einbau von hydrophilen Gruppen und der gewohnten Unverträglichkeit von organischen
Makromolekülen mit Wasser ergeben sich, - wie immer, wenn Gegensätze aufeinander prallen -, vielfältige Möglichkeiten für das
Design und die Anwendung wasserbasierender Polymersysteme.
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Polymere sind wasserlöslich, wenn die Moleküle hinreichend viele, hydrophile Gruppen enthalten. Besonders wirksam sind naturgemäß ionische Strukturen von Polyelektrolyten - ihr Anwendungsprofil, z.B. als polymere Flockungsmittel, kann sowohl durch die chemische Struktur der Polymerkette als auch durch Ladungsart, -dichte und -stärke sowie die Lokalisierung der ionischen Gruppen gezielt eingestellt werden. | |
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Amphiphile Polymere bilden in Wasser oftmals Überstrukturen aus, die sich effizient zur Emulgierung, Verdickung oder als polymere Tenside einsetzen lassen. Werden diese zusätzlich mit schaltbaren Gruppen versehen, verstärkt die Kooperativität der Strukturbildung den Schaltprozess neue, verbesserte smart materials entstehen. | |
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Mikrogele aus vernetzten hydrophilen Polymeren können unter äußeren Einflüssen wie Temperatur- und pH-Änderungen plötzliche Sol-Gel-Übergänge vollziehen und somit als intelligente Depot-Systeme Verwendung finden. |
Arbeitsfelder
- Synthese regulärer Polyelektrolyte, z.B. Polykationen, Polyanionen, Polyampholyte, Polybetaine
- Entwicklung von assoziierenden Polymersystemen, z.B. Polymerkomplexen, Polyseifen, hydophob-modifizierten Polymeren
- Entwicklung von Hydrogelen und schaltbaren Gelmaterialien (pH, Temperatur, Licht)
- Radikalische Polymerisation in homogener und heterogener Phase
- Polymerisation nach kontrollierten Mechanismen
- Chemische Modifizierung von Polymeren
- Radikalische Pfropfcopolymerisation
- Präparative Polymersynthesen
- Kinetik und Mechanismus der Syntheseprozesse
Applikationsbeispiele
- Maßgeschneiderte Polyelektrolyte und Polyampholyte
- Polycarbobetaine als Modellpolymere mit definierter Architektur
- Neue, umweltverträgliche, polymere Flockungshilfsmittel
- Polymere Haftvermittler als Papierhilfsmittel
- Polymertenside neue Aktivstoffe mit ungewöhnlichen Eigenschaften
- Neuartige, schaltbare Hydrogele
Ausstattung
- Glasreaktor-Kaskaden zwischen 0.1 L und 4 L
- Hochdruckreaktorsystem mit Gasdosierungsanlage
- Polymerisationsapparatur mit Höchstvakuum
- PC-gesteuerter Laborreaktor
- Hochleistungs-Dissolver mit Perlmühle
- Kugelrohr-Destillation
- Ultrafiltrationsanlagen (bis zu 50 L)
- Gefriertrocknungsanlagen für wässrige und organische Polymerlösungen
- Diverse Coating-Techniken
- Methoden zur molekularen Charakterisierung und Dispersionsanalytik
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Ihr Ansprechpartner Dr. Bernd-Reiner Paulke Telefon +49 331 568-1159 Fax +49 331 568-3110 E-Mail paulke@iap.fraunhofer.de |
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Auch unlösliche Polymere lassen sich vorteilhaft in Wasser herstellen oder aus Wasser verarbeiten. Dabei wird zum einen eine Trennung der Reaktionsräume in wässriger Dispersion ausgenutzt. Andererseits fallen die Polymere in Form kleiner, kompakter Teilchen an, die sich durch gutes Fließverhalten und große Oberflächen auszeichnen. | |
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Latex-Kompositmembranen stellen überaus effektive Trennmaterialien dar, bei denen an die Latex-Partikel gebundene, hochspezifische Liganden zur Wechsel-wirkung mit dem abzutrennenden Substrat befähigt sind. | |
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Geordnete Schichten monodisperser Polymerkolloide können als photonische Raumgitter dienen. Sie bilden die Grundlage für optische Schalter und Sensoren und können Filterfunktionen in der Objekterkennung und Messtechnik übernehmen. |
Arbeitsfelder
- Latex-Synthese durch Emulsions- und Dispersionspolymerisation in wässrigen und organischen Systemen
- Maßgeschneiderte Partikelgrößen und -verteilungen, Partikelmorphologien, Funktionalitäten und Reaktivitäten
- Design von Teilchenoberflächen für adsorptive und kovalente Beladung mit Antikörpern, Antigenen, Enzymen, Lektinen etc.
- Einstellung von Rheologie, Stabilität und Filmbildungsverhalten technisch interessanter Polymerdispersionen auf der Grundlage einer umfassenden Dispersionscharakterisierung
- Untersuchungen zur Strukturbildung in monodispersen Mikro- und Nanopartikelsystemen
Applikationsbeispiele
- Schaltbare kolloidale Kristalle
- Modellkolloide - Per Blutkreislauf zum Zielorgan
- Von Polymerkolloiden zu photonischen Materialien
Ausstattung
- Glasreaktoren zwischen 0.1 L und 4 L mit Rühr- und Dosiertechnik
- Ultrafiltrationszellen zur Latexreinigung
- Dispergiertechniken (Hochdruckhomogenisator, Dissolver, Perlmühle)
- Laser-Diffraktometer (Mastersizer X)
- Partikelektrophorese (Zetamaster S)
- Dynamische und faseroptische, quasieleastische Lichtstreuung
- Partikelladungsdetektor PCD-3 mit Titrationsstand
- Prozessortensiometer
- Rheometer (Rotations-, Oszillations-, Grenzflächen-Rheologie)
- weitere Methoden zur Dispersionsanalytik
Analytik wasserbasierender Polymersysteme
Die besonderen Eigenschaften von Wasser als Lösungsmittel einerseits und die komplexe Struktur der technisch und biologisch interessanten wasserlöslichen Makromoleküle und Kolloide (Vesikel, Mizellen, Latexpartikel) andererseits gestalten die Analytik dieser Systeme besonders anspruchsvoll.
Die Kombination von hydrophilen und hydrophoben Molekülabschnitten und die Anwesenheit elektrischer Ladungen führen häufig zur Bildung von Assoziaten oder zu kollektiven Wechselwirkungen, wodurch sich die individuellen Molekül- bzw. Partikeleigenschaften der Beobachtung entziehen.
Entsprechende Methoden der Probenpräparation und die Kombination geeigneter Analysenverfahren, gepaart mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit derartigen Systemen, bilden hier die Basis zum Erfolg.
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Ziel ist die präzise Ermittlung molekularer Parameter, wie Molmasse, Uneinheitlichkeit, Gyrationsradius, Grenzviskositätszahl, partielles spezifische Volumen und chemische Heterogenität der gelösten Makromoleküle. Diese Kenngrößen bestimmen wesentlich die Verarbeitung und die Applikationsergebnisse. Ihre Kenntnis ist unerlässlich bei der Entwicklung neuer Produkte und der Erschließung neuer bzw. der Optimierung bekannter Anwendungen. |
Applikationsbeispiele
- Validierung neuer Verfahren aus dem Bereich der Polymeranalytik
- Entwicklung neuer Polymermaterialien für die Analytik (Träger- und Trennmaterialien, Referenzmaterialien, Sensoren)
- Prozess- und Produktanalytik in wässrigen Systemen
Ausstattung
- Analytische Ultrazentrifuge mit UV-Vis- und Interferenzdetektion
- Automatische Verdünnungsviskosimeter
- Gelpermeationschromatographie mit Multidetektion (VISCO, MALLS, MO, UV, RI)
- Dampfdruck- und Membranosmometrie
- Kryoskopie
- Statische und Dynamische Lichtstreuung
- Interferometrisches Refraktometer (dn/dc-Bestimmung)
- Präzisions-Dichtemessung
- Tensiometer (Platte / Ring)
- Trübungsphotometer
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Ihr Ansprechpartner Dr. Eckhard Görnitz Telefon +49 331 568-1302 Fax +49 331 568-3000 E-Mail eckhard.goernitz@iap.fraunhofer.de |
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Auf Basis der rheologischen und partikulären Charakterisierung kann, ggf in Kombination mit weiteren Untersuchungen (Stabilität, Filmbildung), das komplexe Verhalten konzentrierter Dispersionen umfassend beschrieben und gezielt eingestellt werden. |
Applikationsbeispiele
- Bestimmung von Größe und Oberflächeneigenschaften (Ladung, funktionelle Gruppen, adsorptive Bindungskapazität) kolloidaler Partikel
- Fließverhalten konzentrierter Polymerdispersionen, z.B. PVC-Plastisole
- Viskositätsstabilität wässriger Bindemitteldispersionen und Emulsionen
- Aufklärung der Wirkungsmechanismen von Viskositätsreglern
- Stabilitätsbewertung elektrostatisch und sterisch stabilisierter Polymerdispersionen
Ausstattung
- Analytische Ultrazentrifuge mit UV-Vis- und Interferenzdetektion
- Statische und Dynamische Lichtstreuung
- Teilchenelektrophorese
- Laserbeugung
- Präzisions-Dichtemessung
- Ellipsometer
- Rheometer (Rotations-, Oszillations-, Grenzflächen-Rheologie)
- Mikroskope mit Polarisations-, Dunkelfeld- u. Phasenkontrasteinrichtung, Heiztisch, Mikrophotografie und digitaler Bildauswertung
- Trübungsphotometer
- Thermogradientenbank zur Bestimmung der Mindestfilmbildungstemperatur (MFT)

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