
| Projekttitel: | Stabilisierung zerfallsgefährdeter Zeitungen |
| Beteiligte Institutionen: | Staatsbibliothek Berlin, Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung, Potsdam-Golm |
| Förderer/Auftraggeber: | Kulturstiftung d. Bundes, SBB |
| Laufzeit/Status: | 2008-2010 |
| Kurzreferat: | Abheben säurefraßgeschädigter Zeitungsseiten vom Stapel und anschließende Stabilisierung durch polymere Folien oder Fluide |
| Schlagwörter: | Bestandserhaltung, Kulturgutschutz, Säurefraß, Papier, Materialien, Polymere, Haftung |
Hintergrund
Zeitungen haben eine lange europäische Geschichte: Die im Straßburger Stadtarchiv gefundene Supplication des Johann Carolus vom Dezember 1605 gilt quasi als die Geburtsurkunde der Zeitungen. Und über etwa zweihundert Jahre änderte sich an der handwerklichen Herstellungstechnik der Zeitung, gedruckt auf dauerhaftem und handgeschöpftem Hadernpapier nichts Wesentliches. Die politischen und technischen Entwicklungen seit Beginn des 19. Jahrhunderts ließen dann einerseits das Informationsbedürfnis, den Nachrichtenhunger der Menschen rasant wachsen, ermöglichten andererseits zu¬gleich die industrielle Produktion von Zeitungen u. a. dank Dampfmaschine und Schnellpresse. Der dadurch rapide wachsende Papierbedarf führte zu Versorgungsengpässen bei den Rohstoffen, den Hadern. 1845 wurde die erste Zeitung auf Holzschliffpapier hergestellt. Für die Massenproduktion der Zeitungen war dieses Papier sehr gut geeignet, es ist jedoch durch seine Säurehaltigkeit nicht alterungsbeständig und daher stark zerfallsgefährdet. Während für die Restaurierung säurefraßgefährdeter Bücher verschiedene Entsäuerungstechnologien entwickelt worden sind, gibt es bisher für den Erhalt und die Stabilisierung großformatiger Zeitungsseiten noch kein industrielles Verfahren, dass mit vertretbarem Aufwand die teils schwerst zerfallsgeschädigten Zeitungsseiten stabilisieren könnte, um sie so für die nachfolgende Mikroverfilmung oder Digitalisierung verwendbar zu machen.
Projekt
Es wird ein Verfahrenskonzept zu Stabilisierung von großformatigem Papier erarbeitet, das prinzipiell für den Masseneinsatz geeignet ist. Das Verfahrenskonzept beinhaltet,
Mit der Auswahl der Materialien ist eins große Bandbreite an Eigenschaften möglich. Das fertige Blatt kann z.B. weich und flexibel oder steif sein. Andererseits müssen die Materialien sehr sorgfältig ausgewählt werden, um eine hohe Konstanz der Eigenschaften über einen langen Zeitraum zu gewährleisten. Die infrage kommenden Kunststoffe sind seit etwa 60 Jahre bekannt. Seit ihrer Einführung wurden sie vielfältig verbessert. Die Erfahrungen mit dem Langzeitverhalten reichen über etwa 20 Jahre. Bei sorgfältiger Auswahl der Materialien und bei geeigneten Lagerbedingungen sollten auch über 100 und mehr Jahre keine negativen Veränderungen eintreten.
Projektskizze:
Zeitungen haben eine lange europäische Geschichte: Die im Straßburger Stadtarchiv gefundene Supplication des Johann Carolus vom Dezember 1605 gilt quasi als die Geburtsurkunde der Zeitungen. Und über etwa zweihundert Jahre änderte sich an der handwerklichen Herstellungstechnik der Zeitung, gedruckt auf dauerhaftem und handgeschöpftem Hadernpapier nichts Wesentliches. Die politischen und technischen Entwicklungen seit Beginn des 19. Jahrhunderts ließen dann einerseits das Informationsbedürfnis, den Nachrichtenhunger der Menschen rasant wachsen, ermöglichten andererseits zu¬gleich die industrielle Produktion von Zeitungen u. a. dank Dampfmaschine und Schnellpresse. Der dadurch rapide wachsende Papierbedarf führte zu Versorgungsengpässen bei den Rohstoffen, den Hadern. 1845 wurde die erste Zeitung auf Holzschliffpapier hergestellt. Für die Massenproduktion der Zeitungen war dieses Papier sehr gut geeignet, es ist jedoch durch seine Säurehaltigkeit nicht alterungsbeständig und daher stark zerfallsgefährdet. Während für die Restaurierung säurefraßgefährdeter Bücher verschiedene Entsäuerungstechnologien entwickelt worden sind, gibt es bisher für den Erhalt und die Stabilisierung großformatiger Zeitungsseiten noch kein industrielles Verfahren, dass mit vertretbarem Aufwand die teils schwerst zerfallsgeschädigten Zeitungsseiten stabilisieren könnte, um sie so für die nachfolgende Mikroverfilmung oder Digitalisierung verwendbar zu machen.
Projekt
Es wird ein Verfahrenskonzept zu Stabilisierung von großformatigem Papier erarbeitet, das prinzipiell für den Masseneinsatz geeignet ist. Das Verfahrenskonzept beinhaltet,
- Papier von einem Stapel abzuheben und auf einen Träger aufzubringen und
- die Stabilisierung des Papiers für die Digitalisierung und für die Lagerung.
Mit der Auswahl der Materialien ist eins große Bandbreite an Eigenschaften möglich. Das fertige Blatt kann z.B. weich und flexibel oder steif sein. Andererseits müssen die Materialien sehr sorgfältig ausgewählt werden, um eine hohe Konstanz der Eigenschaften über einen langen Zeitraum zu gewährleisten. Die infrage kommenden Kunststoffe sind seit etwa 60 Jahre bekannt. Seit ihrer Einführung wurden sie vielfältig verbessert. Die Erfahrungen mit dem Langzeitverhalten reichen über etwa 20 Jahre. Bei sorgfältiger Auswahl der Materialien und bei geeigneten Lagerbedingungen sollten auch über 100 und mehr Jahre keine negativen Veränderungen eintreten.
Projektskizze:
| Projekttitel: | GRAFFITAGE -new antigraffiti system for architectural heritage materials |
| Beteiligte Institutionen: |
|
| Förderer/Auftraggeber: | EU-Kommission |
| Laufzeit/Status: | 08/2005 - 07/2008 |
| Kurzreferat: | Ein neuer Typ von Anti-Graffiti-Beschichtungen speziell für historische Baudenkmäler wurde entwickelt. Die Beschichtungen sind stabil und gut zu reinigen (bei vollständiger, schonender Entfernbarkeit wenn gewollt). Sie verbinden niedrige Oberflächenenergie, gute Stabilität im Freien und hoher Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen mit Durchlässigkeit für Wasserdampf, und genügen hohen optischen Ansprüchen. |
| Schlagwörter: | Denkmal- und Gebäudeschutz, neuartige semi-permanente und atmungsaktive Anti-Graffiti-Beschichtungen, poröse und historische Baumaterialien. |
| Veröffentlichungen/Schriften (Bezugsquelle bzw. URL): | Eur. Pat. Application, 08006867.9-1214 von Fraunhofer e.V. und CMPiW. Jahresbericht Fraunhofer IAP 2006, p.84 |

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